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So machen Sie Fahrraddieben das Leben schwer

Fahrradparken FahrraddiebstahlIm Jahre 2017 wurden in Schleswig-Holstein über 12.600 Fahrräder gestohlen – ein volkswirtschaftlicher Schaden von jährlich etwa acht Millionen Euro. Teilweise werden nach polizeilichen Erkenntnissen bevorzugt hochwertige Räder organisiert gestohlen und ins Ausland verschoben. Das Entdeckungsrisiko für potenzielle Täter ist bislang ziemlich gering: ganze sieben Prozent aller Fahrraddiebstähle konnte die Polizei in den vergangenen Jahren aufklären.

Viele Menschen bietet das eigene Fahrrad eine individuelle, kostengünstige Mobilitätsgarantie und unvergleichliche Flexibilität. Gerade in Ballungsräumen ersetzt es inzwischen ganz oder teilweise das eigene Auto. Zahllose Radfahrende sind daher auf ihr Zweirad als ganz persönliches Verkehrsmittel buchstäblich angewiesen. Das Fahrrad ist ihnen lieb und teuer!

Der ADFC setzt sich entschlossen für einen verbesserten Schutz von Radfahrenden ein. Wir verraten Ihnen hier, was Sie selbst tun können, um potenziellen Fahrraddieben das Leben schwer zu machen.

Zehn ADFC-Tipps für Ihre Sicherheit:

  1. Fahrräder nicht nur abschließen, sondern immer anschließen! Ein Fahrraddiebstahl gelingt sonst oft innerhalb weniger Sekunden. Schließen Sie Rahmen sowie möglichst auch Vorder- und Hinterrad Ihres Fahrrads an einen festen Fahrradständer, Anlehnbügel oder an fest verankerte Gegenstände an – auch wenn Sie es nur kurz aus den Augen lassen! So kann es niemand einfach wegtragen.

  2. Verwenden Sie ein sicheres Fahrradschloss! Zu Ihrem teuren Fahrrad passt kein Billig-Schloss! Als Faustregel gilt, dass die Kosten eines guten Diebstahlschutzes fünf bis zehn Prozent des Neupreises eines Fahrrads betragen sollten. Kaufen Sie sich ggf. ein neues Fahrradschloss! Lesen Sie entsprechende Testberichte und lassen Sie sich im Fachhandel entsprechend beraten!

  3. Suchen Sie die Öffentlichkeit! Stellen Sie Ihr Fahrrad niemals an einsamen Plätzen oder schlecht einsehbaren Orten ab! Bevorzugen Sie – sofern vorhanden - bewachte bzw. videoüberwachte Abstellmöglichkeiten!

  4. Geschlossen unterstellen! Zuhause steht das Rad am besten angeschlossen im eigenen Keller oder in speziellen, abschließbaren Fahrradboxen. Sprechen Sie ggf. mit Ihrem Vermieter! Noch besser: nehmen Sie Ihr Fahrrad – wenn möglich – mit in die eigene Wohnung! Wenn Sie Platz sparen wollen, bietet der Fachhandel dafür auch praktische Wandhalterungen.

  5. Einzigartigkeit: Individuelle Merkmale machen Ihr Fahrrad unverwechselbar und schützen vor Diebstahl - der Dieb wird es dann schlechter los.

  6. Codierung: Nutzen Sie Möglichkeit zur Fahrrad-Codierung, z.B. durch den ADFC. Dies verhindert zwar keinen Diebstahl, erleichtert aber die Zuordnung eines aufgefundenen Rades und macht das Rad für potenzielle Diebe unattraktiver.

  7. Fahrradpass: Notieren Sie alle wesentlichen Informationen Ihres Fahrrades wie Rahmennummer, Fabrikat und besondere Merkmale in einem Fahrradpass! Sie erhalten ihn bei Ihrem Fahrradhändler, der Polizei oder Ihrer Versicherung.

  8. Routine durchbrechen: Wechseln Sie regelmäßig den Abstellort Ihres Fahrrad! Wenn es immer am gleichen Ort lässt, gibt Dieben nützliche Informationen, wann sie sich ungestört an ihre Beute heranmachen können.

  9. Weitersagen: Jugendliche und Heranwachsende werden besonders häufig Opfer von Fahrraddiebstählen. Besprechen Sie diese Sicherheitstipps daher auch in Ihrer Familie, z.B. mit ihren Kindern, im Freundes- und Bekanntenkreis oder im Rahmen des schulischen Unterrichts!

  10. Weiterführende Informationen und Tipps finden Sie hier:
Thema Infos auf
Fahrrad-Pass www.polizei-beratung.de
Fahrradschlösser/
Fahrradcodierung
www.adfc.de/technik/diebstahl/vorbeugen/uebersicht-vorbeugen
Empfehlungen
(Stiftung Wartentest)
https://www.youtube.com/watch?v=UC9xFx14PzE

 

Anhänge:
Diese Datei herunterladen (ADFC-Tipps gegen Fahrraddiebstahl.pdf)ADFC-Tipps gegen Fahrraddiebstahl[ADFC-Tipps gegen Fahrraddiebstahl]201 kB