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Willkommen beim ADFC Kreisverband Lübeck

     

Sie finden uns im Mobilitätscenter in der Kanalstraße 70, 23552 Lübeck.

Wir sind jeden Donnerstag von 18:00 bis 19:00 Uhr und jeden Samstag von 10:30 bis 12:00 Uhr für Sie da.

Die Aktiven treffen sich jeden Donnerstag von 18:30-20:00 Uhr

Tel.: 0451 / 7 83 63
E-Mail: kontakt(at)adfc-luebeck.de

 

Wir wollen, dass noch mehr Menschen in Lübeck regelmäßig Rad fahren, weil dies der Umwelt, der Allgemeinheit, und vor allem ihnen selbst nützt. Dies setzt gute Bedingungen für das Rad fahren voraus, und darüber stehen wir mit den Verantwortlichen in Verwaltung und Politik in einem konstruktiven und kritischen Dialog. Wir freuen uns deshalb über jede Rückmeldung von Ihnen, was gut ist und wo noch Verbesserungsbedarf besteht, und leiten Ihre Wünsche und Beschwerden an die zuständigen Stellen weiter.

In der Zeit von Mitte März bis Ende Oktober haben wir an fast jedem Wochenende eine Radtour, eine schöne Gelegenheit neue Menschen kennen zu lernen. Das Radtourenprogramm können Sie unten als pdf-Datei downloaden. Dieses Programm informiert Sie auch über weitere Veranstaltungen und Serviceangebote.

Wir geben in unregelmäßigen Abständen auch einen Newsletter heraus. Wenn Sie sich hierfür anmelden wollen, senden Sie bitte eine E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! mit dem Betreff: „Anmeldung“


 

„Lübecks Bürgerinnen und Bürger müssen die Möglichkeit haben, alle innerstädtischen Ziele und alle Nachbargemeinden sicher, angstfrei, und komfortabel mit dem Rad zu erreichen, wenn sie dies möchten.“ Mit diesem Satz beginnt die erste der 10 Forderungen des ADFC Lübeck für eine nachhaltige Förderung des Radverkehrs. Der soeben veröffentlichte Verkehrssicherheitsbericht der Polizeidirektion Lübeck für das Jahr 2019 zeigt mit erschreckender Deutlichkeit, wie weit Lübeck von diesem Ziel noch entfernt ist.

632 Fahrrad- und Pedelec-Unfälle wurden 2019 polizeilich erfasst, das sind 34 mehr als im Vorjahr und der höchste Wert seit 2009. Bei fast allen erfassten Radunfällen wurden Radfahrende verletzt, 4 wurden getötet, das ist die höchste Zahl seit 2006. 2013 hatte der Runde Tisch Radverkehr das Ziel formuliert, bis 2020 den Anteil des Radverkehrs an allen Wegen auf 25% zu steigern, und gleichzeitig die Zahl der verunglückten Radfahrer gegenüber dem Stand von 2011 (561 Verunglückte) zu halbieren. Stattdessen ist die Zahl der verunglückten Radfahrer gegenüber 2011 um 13% gestiegen. Worin liegen die Ursachen?

Radfahren verbessert die Gesundheit und steigert die Lebenserwartung, es entlastet die Umwelt, und es ist sowohl für die öffentliche Hand als auch für die Verkehrsteilnehmer sehr kostengünstig. Seit einigen Jahren werden die Stimmen aus Medien, Politik, und Verwaltung lauter, die sich für eine gezielte Förderung des Radverkehrs einsetzen – auch in Lübeck. Diese Entwicklung ist grundsätzlich sehr positiv zu bewerten. Leider führen diese Äußerungen bisher fast nirgends zu echten Verbesserungen der gebauten Wirklichkeit. Sogar von elf Umbauten oder Neubauten von Radwegen aus den letzten zwei Jahren erfüllte lediglich der neue Weg entlang der Travemünder Landstraße in jeder Hinsicht die Anforderungen der verbindlichen technischen Regelwerke; alle anderen verfehlten diese Anforderungen mehr oder weniger deutlich, oder sie kollidierten – wie im Fall der Roeckstraße – mit den Bedürfnissen der potenziellen Nutzerinnen und Nutzer.

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Schon vor Jahren hat die Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen in einer ausführlichen Untersuchung nachgewiesen, dass die Nichteinhaltung der technischen Regelwerke das Unfallrisiko für Radfahrende steigert. Vor diesem Hintergrund ist – neben den stark wachsenden Verkaufszahlen – die deutlich zunehmende Beteiligung von Pedelecs am Unfallgeschehen zu interpretieren. So hat auf Lübecks schmalen und unebenen Wegen die Zahl der Stürze drastisch zugenommen; auch zwei der vier tödlichen Unfälle waren Alleinunfälle mit Sturz, in beiden Fällen waren beträchtliche Mängel an der Wegeinfrastruktur vorhanden. Deutlich abgenommen haben dagegen die Unfälle aufgrund von Linksfahren und unter Alkoholeinfluss. Insgesamt waren 41% der Radunfälle mit mehreren Beteiligten durch die Radfahrenden verursacht, 59% durch ihre Unfallgegner.

Die Hansestadt Lübeck hat sich zum Ziel gesetzt, im Rahmen ihres Klimaschutzprogramms den Radverkehrsanteil an allen Wegen bis 2030 zu verdoppeln. Dieses Ziel erscheint grundsätzlich erreichbar, jedoch nur wenn bis zu diesem Zeitpunkt die Radfahrbedingungen in Lübeck von den potenziellen Nutzerinnen und Nutzern ohne Einschränkung als gut angesehen werden. Tatsächlich werden zurzeit Lübecks Radwege in den Kategorien Sicherheit und Komfort durchschnittlich mit „mangelhaft“ benotet. Angesichts jahrzehntealter Qualitätsmängel müssen im genannten Zeitraum fast alle Radwege grundlegend saniert und konsequent den geltenden Bestimmungen angepasst werden. Wo dies nicht möglich ist, müssen z.B. durch geschützte Fahrbahnführungen oder Verkehrsverlagerungen sichere und attraktive Alternativen geschaffen werden. Dieses Programm entspricht einem erforderlichen Um- oder Neubauvolumen von rund 20 Kilometern jährlich.

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Neben der Baubehörde sind aber auch die Ordnungsbehörden gefragt. Unfallflucht und aggressives Verhalten im Straßenverkehr nehmen nach dem Polizeibericht deutlich zu. Geh- und Radwege oder Radspuren werden regelmäßig zum Abstellen von Kraftfahrzeugen genutzt, ohne dass ein behördliches Eingreifen in nennenswertem Umfang wahrnehmbar ist. Ebenso wenig wird bislang die Einhaltung des seitlichen Sicherheitsabstandes beim Überholen von Radfahrenden kontrolliert. All dies gefährdet Radfahrende; mindestens genauso schlimm ist es, dass hierdurch zahlreiche Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt daran gehindert werden, regelmäßig Rad zu fahren – mit allen daraus erwachsenden nachteiligen Konsequenzen. Deutschlandweit verzichtet jeder Sechste auf das
Radfahren, weil es ihm zu gefährlich erscheint; anhand der Qualitätsbewertungen und auch von Gesprächen ist anzunehmen, dass dieser Anteil in Lübeck noch höher liegt.

Schließlich sei noch an die beiden tödlich verletzten Pedelec-Fahrerinnen erinnert, die von
rechtsabbiegenden Schwerfahrzeugen überrollt wurden. Bundesverkehrsminister Scheuer versucht zurzeit einen EU-Beschluss zu erwirken, welcher den Kommunen die Möglichkeit einräumt, das Rechtsabbiegen von Lkw ohne Abbiegeassistent zu verbieten. Falls dieser Beschluss gefasst wird wäre Lübeck gut beraten, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen. Jede andere Entscheidung wäre dann völlig unverständlich.

Der ADFC würde sich freuen, wenn diese Vorschläge von den Entscheidungsträgern aufgegriffen und umgesetzt werden. Für Gespräche steht der Kreisverband gern zur Verfügung.

Um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen, müssen alle gesellschaftlichen Aktivitäten eingeschränkt oder eingestellt werden. Auch der ADFC Lübeck sagt daher alle öffentlichen und verbandsinternen Veranstaltungen zunächst bis Montag, 20. April ab.

Betroffen sind folgende Veranstaltungen des ADFC oder mit ADFC Beteiligung:

19.3.: ADFC-Tourenleitertreffen
22.3.: ADFC-Radtour: "Den Frühling begrüßen"
24.3.: Vortrag "Mobil im Alltag" in der VHS
26.3.: Treffen der ADFC-Verkehrs-AG
29.3.: Ehrenamtsmesse in der Petri-Kirche
2.4.: ADFC-Aktiventreffen
3.4.: Critical-Mass? Weil es keine organisierte Veranstaltung ist, bitte die Facebook-Seite       beachten.
4.4.: ADFC-Radtour: "Lübecker Märtyrer Gedenktour"
9.4.: ADFC-Aktiventreffen
11.4.: ADFC-Radtour: "Dummersdorfer Ufer"
13.4.: ADFC-Radtour: "Ahrensbök"
16.4.: ADFC-Tourenleitertreffen
25.4.: ADFC-Mobilitätskongress SH in Elmshorn

Liebe Radlerinnen und Radler,

pünktlich vor dem Beginn unserer Radtourensaison haben wir den neuen ADFC-Radgeber  herausgegeben mit einem Verzeichnis der Touren, die wir im Jahr 2020 anbieten werden. Darüber hinaus erhält er in gewohnter Weise Informationen zu allen möglichen weiteren Themen, die das Radfahren in und um Lübeck betreffen.Das Radtourenprogramm ist kostenfrei zu unseren Geschäftszeiten im Mobilitätscenter im Werkhof erhältlich und es liegt in zahlreichen Fahrradläden aus. Mitglieder bekommen es per Post zugeschickt.

Neben diesen Angeboten wollen wir auch in diesem Jahr versuchen, die Bedingungen für den Radverkehr in Lübeck zu verbessern. Im vergangenen Jahr haben wir am Mobilitätskonzept für die Altstadt mitgearbeitet; außerdem sind wir bestrebt, den geplanten Radschnellweg von Bad Schwartau nach Groß Grönau so zu gestalten, dass er möglichst viele Lübeckerinnen und Lübecker bewegt, einen großen Teil ihrer Wege mit dem Fahrrad zurück zu legen. Daneben sind wir bemüht, auch die bestehenden Wege so zu verbessern oder umzugestalten, dass für alle Radfahrenden eine sichere, angstfreie, und komfortable Fahrt möglich ist.

Radgeber2020Neben dem Radgeber versenden wir auch regelmäßig einen Newsletter, in dem wir die Empfänger nicht nur über die nächsten Touren, sondern auch über alle anderen lokalen Entwicklungen rund ums Fahrrad und um unseren Kreisverband auf dem Laufenden halten. Wir vermuten, dass vielen von Ihnen dieses Angebot noch nicht bekannt ist. Sie können durch eine formlose Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! diesen Newsletter kostenlos und ohne jede Verpflichtung abonnieren, und genauso einfach können Sie ihn auch wieder abbestellen, wenn er nicht Ihren Wünschen entspricht.

Wir würden uns sehr freuen, viele von Ihnen auf unseren Touren und unseren anderen Veranstaltungen begrüßen zu können. Wir freuen uns aber auch auf Ihre (gern auch kritischen) Anregungen für unsere Arbeit. Noch schöner fänden wir es natürlich, wenn Sie die Aktivitäten unseres Kreisverbandes mit Ihren Ideen und Ihrem persönlichen Engagement unterstützen. Das Interesse von Medien, Politik, und Verwaltung an unseren Positionen und unserem Fachwissen ist in letzter Zeit erfreulich gewachsen; umso mehr freuen wir uns über eine wachsende Zahl von Mitgliedern, die sich im Rahmen ihrer Interessen und ihrer verfügbaren Zeit engagieren. Dankbare Ansprechpartner zu diesem Thema (und zu allen anderen natürlich auch) treffen Sie donnerstags und samstags in unserer Geschäftsstelle.

 

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Auch in diesem Jahr können der ADFC Lübeck und die Ortsgruppe Lübeck des Deutschen Jugendherbergswerk an den 4 Donnerstagen des Februar interessante Radreisevorträge anbieten. Sie finden ab dem 6.Februar jeweils donnerstags in der Lübecker Jugendherberge "Vor dem Burgtor" statt (Gertrudenkirchhof 4, 23568 Lübeck). Der Eintritt kostet für Nichtmitglieder 4 Euro, für Mitglieder 2,50 Euro. Beginn ist jeweils um 19 Uhr.
Wir bedanken uns herzlich bei den Vortragenden, die mit Ihren ehrenamtlich vorgetragenen Reiseberichten diese Veranstaltung erst ermöglichen.

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GhostBike

Geisterräder sind weiß gestrichene Fahrräder, die in vielen Städten der Welt als Mahnmale für im Straßenverkehr tödlich verunglückte Radfahrer am Unglücksort aufgestellt werden. Neben der Funktion als Gedenkstätte sollen sie auch auf mögliche Gefahrenpunkte hinweisen. In Lübeck ist in diesem Jahr leider schon die 3. Radfahrer*in ums Leben gekommen, so viele wie seit 2006 nicht mehr. Ein trauriger Rekord, den wir als Anlass genommen haben, auch in Lübeck ein Geisterrad aufzustellen. Eine kurze Beschreibung der Unfallhergänge (nach Pressebericht der Polizei):

16. Januar 2019, 10:00 Uhr in der Moislinger Allee
Ein 19-jährige Radfahrer fuhr in der Moislinger Allee in stadtauswärtige Richtung auf dem Gehweg. Im dortigen Baustellenbereich stürzte der Mann an einer Engstelle und überschlug sich dabei. Er verstarb einen Tag später im Krankenhaus. Möglicherweise ist ein in den Gehweg hineinragendes Metallteil eines Maschendrahtzaunes für den Unfall mit ursächlich gewesen ist.

09.05.2019, 15:20 Uhr in der Falkenstraße/ Einmündungsbereich Brückenweg
Eine 69- jährige Lübeckerin befuhr mit ihrem E-Bike vom Gustav-Radbruch-Platz kommend den rechten Radweg in Richtung Hüxtertorallee. Als sie bei grün anzeigender Ampel den Einmündungsbereich des kreuzenden Brückenweges überqueren wollte, wurde sie von einem Reisebus erfasst, der zu diesem Zeitpunkt von der Falkenstraße kommend nach rechts in den Brückenweg abbiegen wollte. Die Frau geriet unter den Bus und zog sich dabei so schwere Verletzungen zu, dass sie noch am Unfallort verstarb.

23.09.2019, 11:20 Uhr im Einmündungsbereich Burgtorbrücke / Fährstraße
Eine 74-jährige Frau aus Lübeck befuhr mit ihrem Fahrrad die Straße Burgtorbrücke in Richtung Innenstadt. Der Fahrer eines Lkw beabsichtigte, von der Straße Burgtorbrücke in die Fährstraße abzubiegen.
Es kam zum Zusammenstoß des Lkw mit dem Fahrrad, bei dem die Frau aus Lübeck schwer verletzt wurde. Die 74-jährige wurde nach Erstversorgung und Reanimation durch die Rettungskräfte mit einem Rettungswagen in eine Lübecker Klinik transportiert, wo sie schließlich ihren schweren Verletzungen erlag.

Der ADFC Lübeck nimmt diese Unfallserie zum Anlass, auf einer Mahnwache der Unfallopfer zu gedenken. Im Rahmen dieser Mahnwache wird an der Unfallstelle auch, erstmals in Lübeck, ein Geisterrad aufgestellt werden. Die Mahnwache findet am Freitag, dem 4.10., gegen 19:30 Uhr an der Einmündung der Fährstraße in den Gustav-Radbruch-Platz statt.

 

Stellungnahme des ADFC Lübeck zum Beschluss der Bürgerschaft

 

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Nur heiße Luft?

Lübecks Bürgerschaftsmehrheit hat am 20. Juni beschlossen, zukünftig 2,5 Millionen Euro jährlich für Radwege auszugeben. Lübecks Radwegenetz ist 190 Kilometer lang und entspricht zu weit weniger als 10% dem Stand der Technik, dessen Einhaltung für Grunderneuerungen und Neubauten vorgeschrieben ist. Nach den Angaben der Stadt kostete eine Radwegesanierung mit Anpassung an die Regelwerke in den letzten Jahren etwa 500.000 Euro je Kilometer. Daraus lässt sich leicht errechnen, dass mit dem genannten Budget etwa 5 Kilometer jährlich saniert werden könnten, und dass deshalb die vollständige Anpassung des Radwegenetzes an die Regelwerke auch im günstigsten Fall nicht vor 2055 bis 2060 abgeschlossen wäre. Insofern würde das beschlossene Budget zwar vermutlich die Mängelverwaltung erleichtern, es hätte aber keine relevante Zunahme des Fahrradverkehrs zur Folge. Die von mehreren Stellen formulierte Zielvorstellung, den Radverkehrsanteil auf 40% aller Wege zu steigern, wäre nichts anderes als heiße Luft – im wahrsten Sinne des Wortes: Lübeck würde seine gerade beschlossenen Klimaziele drastisch verfehlen, der Flächenverbrauch des Verkehrs würde mangels attraktiver Alternativen zum Pkw weiter steigen statt zu sinken, die Unfallrate von Radfahrern bliebe auf einem inakzeptabel hohen Niveau, ebenso die immensen Krankheitskosten aufgrund von Bewegungsmangel.

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Auch dem kommunalen Haushalt hat die Bürgerschaft mit ihrem Geiz einen Bärendienst erwiesen. Alle Verkehrsmittel erfordern einen kommunalen Zuschuss, aber dieser ist nicht bei allen Verkehrsmitteln gleich. Zieht man von den entstehenden Kosten die verkehrsmittelspezifischen Einnahmen ab (also Fahrscheinverkauf, Steuern, Zuschüsse von Bund und Land), dann erhält man für einen kommunalen Zuschuss von einem Euro etwa 15 Personenkilometer Busverkehr, 30 Personenkilometer Pkw-Verkehr, oder 120 Kilometer Fahrradverkehr. Lübecks Bürgerinnen und Bürger legen jährlich 180 Millionen Kilometer mit dem Fahrrad zurück. Würden sie mit diesem Wegeanteil komplett zu anderen Verkehrsmittel ausweichen, hätte dies allein kommunale Mehrkosten für den motorisierten Verkehr von mehr als 7 Millionen Euro jährlich zur Folge.

fordert der ADFC ein jährliches Budget von mindestens 30 Euro je Einwohner und Jahr für den Radverkehr. Dies bedeutet, dass die durch den Radverkehr erzeugten kommunalen Einsparungen bis zum Erreichen eines gesetzeskonformen Zustands der Infrastruktur vollständig in den Radverkehr reinvestiert werden müssen. In diesem Zusammenhang sei daran erinnert, dass Lübecks Blüte im Spätmittelalter großenteils Folge strategischer Entscheidungen der Kaufmannschaft war. Mit reinem Krämerdenken wäre diese Entwicklung vermutlich anders verlaufen.

 

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