Nav Ansichtssuche

Navigation

Willkommen beim ADFC Kreisverband Lübeck

     

Sie finden uns im Mobilitätscenter in der Kanalstraße 70, 23552 Lübeck.

Wir sind jeden Donnerstag von 18:00 bis 19:00 Uhr und jeden Samstag von 10:30 bis 12:00 Uhr für Sie da.

Die Aktiven treffen sich jeden Donnerstag von 18:30-20:00 Uhr

Tel.: 0451 / 7 83 63
E-Mail: kontakt(at)adfc-luebeck.de

 

Wir wollen, dass noch mehr Menschen in Lübeck regelmäßig Rad fahren, weil dies der Umwelt, der Allgemeinheit, und vor allem ihnen selbst nützt. Dies setzt gute Bedingungen für das Rad fahren voraus, und darüber stehen wir mit den Verantwortlichen in Verwaltung und Politik in einem konstruktiven und kritischen Dialog. Wir freuen uns deshalb über jede Rückmeldung von Ihnen, was gut ist und wo noch Verbesserungsbedarf besteht, und leiten Ihre Wünsche und Beschwerden an die zuständigen Stellen weiter.

In der Zeit von Mitte März bis Ende Oktober haben wir an fast jedem Wochenende eine Radtour, eine schöne Gelegenheit neue Menschen kennen zu lernen. Das Radtourenprogramm können Sie unten als pdf-Datei downloaden. Dieses Programm informiert Sie auch über weitere Veranstaltungen und Serviceangebote.

Wir geben in unregelmäßigen Abständen auch einen Newsletter heraus. Wenn Sie sich hierfür anmelden wollen, senden Sie bitte eine E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! mit dem Betreff: „Anmeldung“


 

Liebe Freunde, und Unterstützer des Projekts „Velo for Welcome“. Seit knapp 3 Monaten betreibt der ADFC Kreisverband Lübeck jetzt die Fahrradwerkstatt am Kolberger Platz. Zum Glück haben wir Werkstatträume gefunden, die groß genug sind, dass dort 4 bis 6 Flüchtlinge und zwei deutsche Helfer gleichzeitig arbeiten können. Die Nachfrage zur Teilnahme an unserem Projekt ist auf großes Interesse gestoßen. Dank der Spendenbereitschaft der Lübecker Bürgerinnen und Bürger, die uns alte Gebrauchträder zur Verfügung stellen, mangelt es auch nicht an Material. Aber was uns fehlt, sind freiwillige Helfer, die gemeinsam mit den Flüchtlingen an den Fahrrädern schrauben. Deshalb starte ich hier einen Aufruf zur Mithilfe an unserem Projekt. Wo brauchen wir Helferinnen und Helfer und was kann der Einzelne, wenn er helfen möchte, denn tun? Genau das will ich hier kurz beschreiben:

Für das Büro suchen wir noch einen Mann oder eine Frau, der oder die als Vertreter des Projektleiters Aufgaben hat, wie z.B. die hier aufgelisteten:

• Auf- und Abschließen der Räume zu Beginn und am Ende der Öffnungszeiten.
• Den Terminkalender aktualisieren.
• Karteikarten für die Projektteilnehmer anlegen und führen.
• Mit Flüchtlingen, die bei uns mitmachen wollen, Beratungsgespräche führen. Dabei werden     sie von Dolmetschern aus den Reihen der Flüchtlinge unterstützt.
• Übergabeprotokolle bei der Auslieferung von Fahrrädern anfertigen.
• Besuchern unser Projekt erklären und ggf. Fahrradspenden entgegen nehmen.

Für die Werkstatt
suchen wir freiwillige Helferinnen oder Helfer, die über einfache Grundkenntnisse in der Fahrradtechnik verfügen.
• Wichtiger als die technischen Fähigkeiten ist die Kommunikationsfähigkeit. Wir wollen uns mit den Flüchtlingen unterhalten, damit sie ihre Deutschkenntnisse vertiefen.
• Die Helferinnen und Helfer sichten die gespendeten Fahrräder, stellen die Mängel fest und beseitigen diese gemeinsam mit den Flüchtlingen.
• Pflege- und Wartungsarbeiten werden ebenfalls gemeinsam durchgeführt.
• Toleranz, Einfühlungsvermögen und Akzeptanz gegenüber fremden Kulturen ist Voraussetzung für alle freiwilligen Helferinnen und Helfer.

Welcher Zeitaufwand wird von freiwilligen Helferinnen und Helfern erwartet?
• Für uns ist Zuverlässigkeit wichtiger, als die Bindung an bestimmte Arbeitstage.
• Zur Zeit wird an 3 Tagen in der Woche gearbeitet und zwar am Montag und Mittwoch von 15 bis 18 Uhr, und am Samstag von 10 bis 13 Uhr. Wenn andere Zeiten gewünscht werden und der Werkstattbetrieb es ermöglicht, richten wir uns gern nach den Wünschen der Helferinnen und Helfer.
• Wer in unserem Projekt mitmachen möchte, kann das sowohl an einem Tag in der Woche, oder alle 14 Tage, oder auch einmal im Monat tun. Wir müssen 4 bis 6 Wochen im Voraus planen und deshalb die Arbeitszeiten auch für 4 bis 6 Wochen (in den Urlaubszeiten auch länger) im Voraus festlegen.

Erhalten die Helferinnen und Helfer eine Entschädigung für ihren Zeitaufwand, oder einen Lohn?
Der ADFC ist ein gemeinnütziger Verein. Wer bei uns mitmacht, macht das freiwillig und das in Form eines Ehrenamts. Eine materielle Entschädigung ist nicht zu erwarten, wohl aber ein Lohn. Wer in die glücklichen Kinderaugen schaut, wenn den Kleinen ein Fahrrad geschenkt wird, oder wer den dankbaren Ausdruck in den Augen der Männer und Frauen sieht, wenn sie ihr Fahrrad mit nach hause nehmen dürfen, an dem sie während der letzten Wochen bei uns in der Werkstatt gearbeitet haben, der bekommt ein Vielfaches von dem zurück, was er oder sie investiert hat.
Ich hoffe auf eine große Anzahl auf Bewerbungen. Interessenten informiere ich gern während der Öffnungszeiten in der Werkstatt am Kolberger Platz 1, geöffnet Montag und Mittwoch von 15 bis 18 Uhr und Samstag von 10 bis 13 Uhr.

Lübeck, den 20. März 2016
Ingo Sievers
Tel.: 0162-93 66 44 3
Projektleiter

Das Radtourenprogramm des ADFC Lübeck ist da. Unsere ehrenamtlichen Tourenleiterinnen und Tourenleiter bieten über die Radsaison wieder eine Vielzahl von Touren an, wir hoffen, für jeden ist etwas Passendes dabei und freuen uns auf viele gemeinsame Touren. Wie gewohnt finden Sie neben unserem Tourenprogramm auch wichtige Ansprechpartner und Adressen rund ums Fahrrad in dem kleinen Heft. Mitglieder haben es per Post zugeschickt bekommen. Ansonsten ist das Programm in unserer Geschäftsstelle im Mobilitätscentrum im Werkhof zu unseren Öffnungszeiten, oder in vielen Lübecker Fahrradläden erhältlich.

Anhänge:
Diese Datei herunterladen (Radgeber2016_klein.pdf)Radgeber2016_klein.pdf[ ]2454 kB

Auf der Sitzung des Runden Tisch Radverkehr (RTR)am 16. Februar wurden die Zahlen der von der Bürgerschaft im November bewilligten Haushaltsmittel für den Radverkehr für das Jahr 2016 vorgestellt. Zusammengefasst stehen 475 TEUR für den Aus- und Umbau von Radwegen und weitere investive Radverkehrsmaßnahmen für das Jahr 2016 zur Verfügung. Angemeldet waren 1.75 Mio EUR. Gegen diese radikale Einkürzung der angeforderten Mittel für den Radverkehr protestieren die am 16. Februar anwesenden Mitglieder des RTR und fordern eine Aufstockung der Mittel.

Wie gedenkt die Bürgerschaft mit dieser finanziellen Ausstattung die überfällige Sanierung der vielen maroden und dazu auch noch benutzungspflichtigen Radwege der Stadt voranzubringen, geschweige denn die Radinfrastruktur insgesamt in absehbarer Zeit auf den Stand der gültigen technischen Regelwerke zu bringen? Auch nicht nachvollziehbar ist, dass Förderanfragen nach dem Gemeindeverkehrsfinazierungsgesetz zur Sanierung von Radwegen mit der Begründung abgelehnt werden, die Bestandsradwege seien untermaßig. In der Regel entsprechen die Radwege zwar den Mindestanforderungen der StVO, ( Breite Einrichtungsradwege 1,5m), aber nicht den gültigen technischen Regeln der ERA 2010 (2 m). Das ist von Altbestandsradwegen auch nicht zu erwarten.

Regelmäßige Umfragen, wie z.B. der Fahrradklimatest des ADFC, belegen immer wieder, dass eine miserable Radinfrastruktur die Menschen abhält vom Auto auf das Fahrrad als bevorzugtes und umweltfreundlichstes Verkehrsmittel umzusteigen. In Lübeck gab es schon 2010 einen Radverkehrsanteil von 17 %, Tendenz steigend. Dementsprechend muss der Radverkehr auch finanziell ausgestattet werden. Es sind doch wohl nicht nur Lippenbekenntnisse, sondern auch ein ernst gemeinter, überparteilicher, politischer Wille Lübeck zu einer fahrradfreundlichen Stadt zu entwickeln.

Dem RTR ist die finanzielle Situation der Hansestadt durchaus bewusst. Daher hat er sich schon 2013 im Konzept „Fahrradfreundliches Lübeck“ dafür ausgesprochen, zunächst mittelfristig einen jährlichen Sockelbetrag von 800 TEUR p.a. zur Sanierung und 200 TEUR für die Unterhaltung von Radwegen einzustellen. Dieser Betrag ist fallweise um weitere Einzeltitel für Neu- und Ausbaumaßnahmen zu ergänzen.

 

Die Lübecker Nachrichten berichteten am Dienstag, dem 8.Dezember, dass die Bauverwaltung die Umgestaltung des Bahnhofvorplatzes mit einer sparsamen Version plant. Statt 3 Millionen EUR sind jetzt 367000 EUR veranschlagt. Im Zuge der Umgestaltung sollen die  auf der Mittelinsel vor dem Bahnhof installierten Fahrradbügel entfernt und zum größten Teil in den Lindenpark verlegt werden. Für die vielen Pendler, die täglich mit dem Rad zum Bahnhof fahren, verlängert sich damit der Fußweg von der Abstellanlage zum Bahnhof und sie müssen mehr Zeit für die Anfahrt einplanen.

Laut LN führt der Lübecker Bausenator Boden derzeit Gespräche mit der Bahn über den Platz für ein Fahrradparkhaus. Bleibt zu hoffen, dass die Gespräche erfolgreich verlaufen. Frühere Ansätze der Planung zur Errichtung eines Fahrradparkhauses oder einer überdachten Abstellanlage in direkter Nähe zum Bahnhofsgebäude scheiterten immer an den Kosten oder der Standortfrage. Auch die Bahn muss doch ein ureigenstes Interesse daran haben, ihren umweltfreundlich mit dem Fahrrad zum Bahnhof fahrenden Kunden eine witterungsunabhängige und komfortable  Abstellanlage zur Verfügung zu stellen.

 

Die große Umfrage des ADFC zum Reiseverhalten der Radtouristen startet jetzt.

 

Sie haben Fahrradurlaub gemacht, oder haben dies im nächsten Jahr vor, dann nehmen Sie doch an der Umfrage teil. Natürlich gibt es auch Preise zu gewinnen. Hier ist der Link zur Umfrage.

Im Lübecker Stadtgebiet gibt es 190 km straßenbegleitende Radwege, ein großer Teil 30 Jahre alt oder älter, die meisten davon sind benutzungspflichtig. 110 km von den 190 km sind Zweirichtungsradwege bzw. gemeinsame Geh – und Radwege. Zweirichtungsradwege sind als besonders gefährlich eingestuft und dürfen innerorts nur in wenigen, begründeten Ausnahmefällen angelegt werden.

Der überwiegende Anteil der Lübecker Radwege und gemeinsamen Geh-und Radwege hält gerade mal die in der VwV-StVO geforderten Mindestbreiten ein oder unterschreitet diese Maße sogar. Auch der bauliche Zustand entspricht überwiegend nicht den gesetzlichen Anforderungen für eine Benutzungspflicht (holperig, Wurzelaufbrüche, Schlaglöcher etc). Damit genügen sie natürlich auch nicht den Anforderungen die der zunehmende Radverkehr an die Radverkehrsinfrastruktur stellt.

Der schlechte Zustand der Radwege spiegelt sich auch im Ergebnis des ADFC-Fahrradklimatests 2014 für Lübeck wieder (Note 4,9 von 6).

Schon seit 1997 darf eine Radwegebenutzungspflicht nur noch dann angeordnet werden, wenn aufgrund besonderer örtlicher Verhältnisse eine Gefahrenlage vorliegt, die erheblich über das Ausmaß der üblichen Gefährdung hinausgeht, welche mit der Teilnahme am Straßenverkehr einhergeht und die in den VwVStVO angegebenen Mindestanforderungen eingehalten sind (§ 45 Absatz 9 StVO). Dies hat sinngemäß das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil vom 18.11.2010 (BVerwG 3 C 42.09) grundsätzlich entschieden.

 

Die gesetzlichen Vorgaben bedingen eine Überprüfung der Radwegebenutzungspflicht. In vielen Städten und Gemeinden wird die Benutzungspflicht von den Verkehrsbehörden derzeit überprüft oder die Prüfung ist bereits abgeschlossen. In der Folge werden an etlichen Radwegen die blauen Vorschriftzeichen demontiert, da die Voraussetzung zur Benutzungspflicht nicht gegeben ist. Eine Aufhebung der Benutzungspflicht an einem Radweg hat keinesfalls zur Folge, dass der Weg dann nicht mehr befahren werden darf. Wer sich subjektiv auf ihm sicherer fühlt, kann ihn weiterhin nutzen. Allerdings kommt man in der Regel auf der Straße schneller und ungehinderter voran. Zudem ist man im Blickfeld der anderen Verkehrsteilnehmer auf der Straße. Gerade im Seitenraum der Straße und auf abgesetzten Radwegen ereignen sich an Kreuzungen und Einmündungen besonders viele Unfälle mit Radfahrenden auf Grund der schlechten Sichtbeziehungen.

In Lübeck gibt es eine Empfehlung des ADFC und des Runden Tisches Fahrradverkehr aus dem Jahr 2012 zur Vorgehensweise bei der Überprüfung der Benutzungspflicht mit der Aufforderung an die Verkehrsbehörde, diese bis Ende 2016 abzuschließen. Diesen Zeitrahmen einzuhalten erscheint derzeit illusorisch, denn passiert ist zwischenzeitlich wenig. Es gab zwar Ortstermine an einigen Straßen in Kücknitz oder an der Geniner Straße im Frühjahr, wohl auch mit dem Ergebnis dort die Benutzungspflicht aufzuheben, umgesetzt wurde dies bis heute jedoch nicht.

Der ADFC Lübeck fordert daher die Verkehrsbehörde auf, die Überprüfung endlich zügig und systematisch voranzubringen

Unterkategorien