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Europa-Ministerin Sütterlin-Waack zu Besuch bei (v. l.)  ADFC Landesgeschäftsführer Carsten Massu, Landesvorsitzendem Thomas Möller und EU-Projektmitarbeiterin Meike Roggenkamp

 

"Die EU-Gelder sind sinnvoll angelegt“

Gerade noch ein Autoparkplatz, jetzt ein gemütliches „Wohnzimmer im Grünen“– die umgestaltete Parkfläche vor der ADFC-Landesgeschäftsstelle in Kiel war genau der richtige Ort, um die Schleswig-Holsteinische Ministerin für Europa-Angelegenheiten, Sabine Sütterlin-Waack, auf ihrer Sommerreise zu empfangen. Der Grund ihres Besuchs: Das EU-Projekt „cities.multimodal“, in dem Strategien für eine umweltfreundliche Fortbewegung in Städten des Ostseeraums entwickelt und „marktreif“ gemacht werden sollen.

Der ADFC Schleswig-Holstein ist einer von 17 Projektpartnern aus neun Städten und für den Bereich „Fahrrad“ zuständig. „Wir fordern in unserer Radverkehrsstrategie, dass sich der Radverkehrsanteil in Schleswig-Holstein bis 2030 auf 30 Prozent erhöht“, so ADFC Landesvorsitzender Thomas Möller, „eine aktuelle Zählung zeigt allerdings, dass der Anteil der Radfahrenden im Straßenverkehr in Schleswig-Holstein innerhalb von zehn Jahren von 15 Prozent auf 13,5 Prozent gesunken ist – da muss dringend etwas getan werden, und da kommt das EU-Projekt gerade richtig.“

Der ADFC widmet sich hauptsächlich zwei Themenfeldern:

„Fahrrad statt Elterntaxi“ ist der Arbeitstitel des einen Bereichs. Hier geht es darum, Kindern und Eltern mehr Sicherheit zu geben, um mit dem Fahrrad zur Schule zu gelangen. Dabei geht es nicht nur um das Rad fahren selbst, sondern auch um sichere Schulwege und – für ältere Kinder und Jugendliche – um Diebstahlschutz und gemeinsame Fahrradaktionen, die das Rad fahren zum „Trendsetter“ und das Elterntaxi „uncool“ machen.

Zum anderen soll mit einfachen aber wirksamen Kampagnen, das öffentliche Bewusstsein für mehr und besseres Radfahren gestärkt werden. Dazu gehört die als „Park(ing) Day“ bekannte Aktion am 3. Freitag im September, bei der Autoparkplätze zu schönen Aufenthaltsräumen umgestaltet werden, um zu zeigen, wozu solche Flächen ohne Autoverkehr dauerhaft genutzt werden könnten. „ Wir wollen den Parking Day in Kiel weiterentwickeln und damit in diesem Jahr starten. Wir freuen uns über alle, die mitmachen wollen.“, so Carsten Massau, ADFC-Landesgeschäftsführer und EU-Projektmanager. Die positive Wirkung eines umgestalteten Autoparkplatzes konnte der Europa-Ministerin sofort demonstriert werden: Noch während des Gespräch im „Parkplatz-Wohnzimmer“ kamen mehrere positive Kommentare aus der vorbeilaufenden Nachbarschaft und eine Packung Eis, weil: „ das ist so toll – das muss ich einfach unterstützen“, so die Spenderin.

Am Ende zog Europa-Ministerin Sütterlin-Waack ein positives Fazit: „Ich sehe, die Gelder sind hier sinnvoll angelegt.“