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ADFC Schleswig-Holstein e.V.
Herzog-Friedrich-Str. 65, 24103 Kiel


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Der ADFC Schleswig-Holstein e.V. kritisiert scharf die aktuellen Pläne der Stadt Kiel, mobile Absauganlagen für Stickoxide auf Radverkehrsanlagen der Landeshauptstadt aufzustellen.

Nach übereinstimmenden Medienberichten - unter anderem des „Spiegel“ und der „Kieler Nachrichten“ - plane die Landeshauptstadt zur Vermeidung von Fahrverboten für motorisierte Fahrzeuge, zum Monatsende eine solche Pilotanlage zunächst über mehrere Wochen hinweg an einer abgasbelasteten Straße zu erproben. Das Absaugsystem solle auf den Radweg gestellt werden, der dafür auf den Gehweg umgeleitet werden solle.

"Mit diesem peinlichen Versuch, die Schadstoffe von der Messstation fernzuhalten, blamiert sich die Landeshauptstadt deutschlandweit.", so der ADFC-Landesvorsitzende Thomas Möller. Stattdessen müsse flächendeckend mehr Raum für den Umweltverbund  - also Radfahren, Fußverkehr, Bus und Straßenbahn - reserviert werden; auf Kosten des umwelt- und gesundheitsschädlichen Kfz-Verkehrs. Sehr kurzfristig kann man Kfz-Spuren zu Radfahrstreifen oder Busspuren umgestalten. Der ADFC wird das in diesem Jahr demonstrieren.", kündigt Thomas Möller an. "Kiel war vor Jahren mit der erfolgreichen Umgestaltung der Olshausenstraße ein Vorreiter in Deutschland. Daran sollte die Landeshauptstadt verstärkt anknüpfen."

Aus Steuermitteln finanzierte Absauganlagen gleichen dem hilflosen Versuch, mit der Brechstange die Negativsymptome einer überholten und jahrzehntelang praktizierten, autogerechten Verkehrspolitik zu mildern, um drohende Fahrverbote um jeden Preis abzuwenden. In Zeiten des fortschreitenden Klimawandels ist dies das komplett falsche Signal für das Küstenland Schleswig-Holstein!

Der Plan, derartige Versuche nun auch noch ausgerechnet auf dem Rücken derjenigen VerkehrsteilnehmerInnen austragen zu wollen, die sich vorbildlich - nämlich umweltgerecht und klimaneutral verhalten - ist eine klare Kampfansage und eine Abkehr von den für die KielRegion im „Masterplan Mobilität“ niedergelegten Klimaschutzzielen.

Der ADFC Schleswig-Holstein e.V. als Interessenvertretung der Radfahrenden im nördlichsten Bundesland fordert die Verantwortlichen auf, ihre verkehrspolitischen Zusagen einzuhalten, die Koalitionsziele in Hinblick auf Fahrradfreundlichkeit und die Gewährleistung nachhaltiger Mobilität umgehend anzupacken und unter anderem durch eine entschlossene, landesweite Radverkehrsförderung konsequent umzusetzen.

Für Rückfragen:

Axel Dobrick
Pressesprecher des ADFC Schleswig-Holstein e. V.
Herzog-Friedrich-Str. 65, 24103 Kiel
e-mail:
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Pressehandy:  +49 1777 81 83 88

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Schleswig-Holstein e. V. wird am kommenden Wochenende an verschiedenen Orten in Schleswig-Holstein mit Aktionen und Veranstaltungen auf die wachsende Bedeutung des Fahrrades für die Nahmobilität hinweisen. Gleichzeitig bekräftigt der ADFC anlässlich des „Europäischen Tag des Fahrrades“ bzw. des „World Bicycle Days“) seine radverkehrspolitischen Forderungen gegenüber der Landesregierung.

Nach der Veröffentlichung der ADFC-Radreiseanalyse bei der Internationalen Tourismus Börse ITB in Berlin mahnt der Landesvorsitzende Thomas Möller vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC): „Schleswig-Holstein fällt immer weiter ab im Wettbewerb der Radreiseregionen in Deutschland. Wer Radtouristen gewinnen will, muss auch eine attraktive Infrastruktur zum Radfahren bieten. Wir brauchen dringend die im Koalitionsvertrag angekündigte Landesstrategie zur Förderung des Radfahrens.“

In der Diskussion um Diesel-Fahrverbote nimmt der schleswig-holsteinische ADFC-Landesvorsitzende Thomas Möller die Jamaica Landesregierung in die Pflicht: „Radverkehrsförderung ist der beste Weg, um Mobilität in den Städten ohne Stickoxidbelastung, ohne Feinstaub und ohne Lärm zu sichern. Dafür muss die Landesregierung endlich die im Koalitionsvertrag angekündigte Landesstrategie zur Förderung des Radfahrens erarbeiten.“