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Mit dem neuen Schuljahr startet der ADFC Schleswig-Holstein seine Mobilitätstage für Grundschulen. Ziel der Mobilitätstage ist es, Schülerinnen und Schülern das Thema Fahrrad mit den Facetten Sicherheit und Spaß näherzubringen. „Je mehr Freude Kinder am Fahrradfahren haben, desto eigenständiger und unabhängiger bewegen sie sich später“, hebt Jan Voß, Geschäftsführer des ADFC Schleswig-Holstein, die Intention des Aktionstages hervor.

Die Corona-Pandemie hat die Bedeutung des Radfahrens für eine nachhaltige und gesunde Mobilität verdeutlicht, zeitgleich mussten die Fahrradprüfungen in Schleswig-Holstein abgesagt werden. „Uns wird schon länger von verschiedenen Seiten herangetragen, dass die Schülerinnen und Schüler vor der Fahrradprüfung immer schlechter Fahrrad fahren können“, so Voß. „Dem wollen wir mit einem ergänzenden Angebot für dritte und vierte Klassen entgegenwirken. Wenn Schüler eigenständig mit dem Fahrrad fahren, brauchen sie auf dem Schulweg kein „Eltern-Taxi“.“


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Mit Inkrafttreten der neuen Straßenverkehrs-Ordnung fordert Thomas Möller, Landesvorsitzender des ADFC Schleswig-Holstein, die Kommunen auf: „Die Möglichkeiten der StVO müssen stärker genutzt werden, um mehr Platz zum Radfahren und Zufußgehen zu schaffen. Öffnet die Straßen für Menschen!“

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Schleswig-Holstein hat auf seiner Landesversammlung am 09.11.2019 in Bad Segeberg ein umfassendes Sofortprogramm für den Radverkehr gefordert. Pro Jahr soll das Land mindestens 10 Euro pro Einwohner*in für die Förderung des Radfahrens ausgeben.

Die notwendigen 27 Millionen Euro für das Land Schleswig-Holstein sollen aus dem Haushaltstopf für das Landesstraßennetz kommen. „Die Landesregierung will in den nächsten Jahren hunderte von Millionen in Landesstraßen stecken. Zusätzlich sollen mehrere Milliarden in Autobahn-Großprojekten wie der A20 in Schleswig-Holstein verbaut werden“, stellt der ADFC-Landesvorsitzende Thomas Möller fest. „Dieses Geld fehlt nicht nur für den Klimaschutz, sondern zementiert ein klimaschädliches Verkehrssystem und verhindert eine klimafreundliche Verkehrswende, die Fahrrad, Bus und Bahn für Menschen attraktiv macht.“

Der ADFC fordert die Landesregierung auf, die 10 Millionen Euro für Radwege aus der Jamaika-Koalitionsvereinbarung unbürokratisch in ein Sofortprogramm zu investieren, das alle Kommunen und die Bevölkerung einbezieht. Konkret fordert der ADFC u.a. 100 Fahrradstraßen, den Umbau von 100 Kreuzungen zur Vermeidung von Abbiegeunfällen, 100 Querungshilfen an Hauptverkehrsstraßen, 10.000 Fahrradbügel an wichtigen Bushaltestellen und Plätzen, Radverkehrskonzepte für alle Kreise und 50 interkommunale Schulwegkonzepte.

Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV) soll zu einem Landesbetrieb Mobilität mit einem Kompetenzzentrum für Radverkehrsförderung weiterentwickelt werden. Der ADFC fordert den LBV auf, Bautrupps zur Reparatur von Radwegen an Bundes- und Landesstraßen loszuschicken und Radwege nur noch nach den neuesten technischen Standards zu planen.

Die Bundesregierung hat mit ihrem Klimaschutzpaket vorgelegt und stellt in den nächsten Jahren 900 Millionen zusätzlich für den Radverkehr zur Verfügung. „Jetzt müssen der Landtag und die Landesregierung endlich ernst machen mit dem Klimaschutz“, sagt Thomas Möller. „Wir fordern die Landesregierung auf, im ganzen Land eine klimafreundliche Verkehrswende einzuleiten und dabei auf das Radfahren als Leitmobilität zu setzen.

Kontakt:

Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club (ADFC) Schleswig Holstein e. V.

Thomas Möller (Vorsitzender)

Tel. 04821-4079460, Mobil: 01511-6969326

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Der ADFC Schleswig-Holstein e.V. kritisiert scharf die aktuellen Pläne der Stadt Kiel, mobile Absauganlagen für Stickoxide auf Radverkehrsanlagen der Landeshauptstadt aufzustellen.

Nach übereinstimmenden Medienberichten - unter anderem des „Spiegel“ und der „Kieler Nachrichten“ - plane die Landeshauptstadt zur Vermeidung von Fahrverboten für motorisierte Fahrzeuge, zum Monatsende eine solche Pilotanlage zunächst über mehrere Wochen hinweg an einer abgasbelasteten Straße zu erproben. Das Absaugsystem solle auf den Radweg gestellt werden, der dafür auf den Gehweg umgeleitet werden solle.

"Mit diesem peinlichen Versuch, die Schadstoffe von der Messstation fernzuhalten, blamiert sich die Landeshauptstadt deutschlandweit.", so der ADFC-Landesvorsitzende Thomas Möller. Stattdessen müsse flächendeckend mehr Raum für den Umweltverbund  - also Radfahren, Fußverkehr, Bus und Straßenbahn - reserviert werden; auf Kosten des umwelt- und gesundheitsschädlichen Kfz-Verkehrs. Sehr kurzfristig kann man Kfz-Spuren zu Radfahrstreifen oder Busspuren umgestalten. Der ADFC wird das in diesem Jahr demonstrieren.", kündigt Thomas Möller an. "Kiel war vor Jahren mit der erfolgreichen Umgestaltung der Olshausenstraße ein Vorreiter in Deutschland. Daran sollte die Landeshauptstadt verstärkt anknüpfen."

Aus Steuermitteln finanzierte Absauganlagen gleichen dem hilflosen Versuch, mit der Brechstange die Negativsymptome einer überholten und jahrzehntelang praktizierten, autogerechten Verkehrspolitik zu mildern, um drohende Fahrverbote um jeden Preis abzuwenden. In Zeiten des fortschreitenden Klimawandels ist dies das komplett falsche Signal für das Küstenland Schleswig-Holstein!

Der Plan, derartige Versuche nun auch noch ausgerechnet auf dem Rücken derjenigen VerkehrsteilnehmerInnen austragen zu wollen, die sich vorbildlich - nämlich umweltgerecht und klimaneutral verhalten - ist eine klare Kampfansage und eine Abkehr von den für die KielRegion im „Masterplan Mobilität“ niedergelegten Klimaschutzzielen.

Der ADFC Schleswig-Holstein e.V. als Interessenvertretung der Radfahrenden im nördlichsten Bundesland fordert die Verantwortlichen auf, ihre verkehrspolitischen Zusagen einzuhalten, die Koalitionsziele in Hinblick auf Fahrradfreundlichkeit und die Gewährleistung nachhaltiger Mobilität umgehend anzupacken und unter anderem durch eine entschlossene, landesweite Radverkehrsförderung konsequent umzusetzen.

 

 

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